Sprüth Magers Berlin London

DREAMING MIRRORS DREAMING SCREENS

Theodora Allen, Slater Bradley, Lucy Dodd, Lizzie Fitch / Ryan Trecartin, Andy Hope 1930, Oliver Laric, Jon Rafman, Pamela Rosenkranz, Lesley Vance, Stan VanDerBeek, Sara VanDerBeek, Andro Wekua

Sprüth Magers Berlin   january 29 - april 02 2016

Groupshow curated by Goodroom / Johannes Fricke Waldthausen

Public reception: January 28, 2016 | 6-9pm

Bringing together the practice of thirteen international artists, the exhibition Dreaming Mirrors Dreaming Screens appeals to the intuitive mind and creativity beyond referential thinking. Departing from the artists´ production, it navigates through narratives in the realm of surrealist animation, abstraction and subjects of 'New Materialism' embracing the logic of the internet.

The concept of the show develops around notions of the screen as an interface for both the conscious and the subconscious mind, as well as a surface for projections of communication and technological abstraction. The exhibition aims to synchronize the intuitive mind with screens as doorways to lucid states of both the rational and the dream-like. As Jean Baudrillard claims, "we used to live in the imaginary world of the mirror and the stage. Today, we live in the imaginary world of the screen, the interface and networks. We too have become screens." This entails states of increasing polarities.

Exploring perceptions of the 'Self' defined through screens – as entry gates and liminal, transitional spaces of contemplation – the artists and the artwork speak via codes, signs and symbols, the magical and transcendental, secrets, hidden information and 'behind the scenes' moments.

What happens to our sense of belonging, our social relationships and the 'Self', when the intuitive mind becomes increasingly transformed by technology and removed from natural experiences and the body? How do screens feel?

Text by Johannes Fricke Waldthausen


"The story of evolution unfolds with increasing levels of abstraction."
Raymond Kurzweil: How to Create a Mind (2012)

"Is this the place, they make you real?"
Quote from: A-I (2001), directed by Steven Spielberg

"The mind was dreaming. The world was its dream."
Jorge Luis Borges: The Infinite Library, Labyrinth (1941)

"Truth is a kind of absolute reality, if you can say so: surreality."
André Breton: Manifesto of Surrealism (1924)

Sprüth Magers Berlin is concurrently presenting a solo exhibition by David Lamelas.

For more information and press enquiries, please contact Silvia Baltschun (sb@spruethmagers.com).

Opening reception: 28.01.2016, 6 – 9 pm.
Opening hours: Tue – Sat, 11 am – 6 pm

DREAMING MIRRORS DREAMING SCREENS

Sprüth Magers Berlin   january 29 - april 02 2016

Groupshow curated by Goodroom / Johannes Fricke Waldthausen

Public reception: January 28, 2016 | 6-9pm

Die Ausstellung Dreaming Mirrors Dreaming Screens konzentriert sich anhand der Praxis dreizehn internationaler Künstler auf Intuition und Kreativität jenseits historischer Vergleiche und referenzieller Klassifizierungen.

Ausgehend von der künstlerischen Produktion selbst setzt sie bei Schnittstellen surrealistischer Animation, Abstraktion und „New Materialism" an; Dreaming Mirrors Dreaming Screens thematisiert „Screens“ als Interface zwischen Bewusstem und Unbewusstem. Ebenso geht sie von „Screens“ als Oberfläche für Projektion, Abstraktion und technologische Kommunikation aus.

Dreaming Mirrors Dreaming Screens bezieht sich auf „Screens“ als Übergänge hin zu Zuständen einer auf Intuition beruhenden Wahrnehmung. Jean Baudrillard merkt an, dass „wir bislang in einer vorgestellten Welt des Spiegels und der Bühne lebten. Heute leben wir in einer vorgestellten Welt des Screens, des Interface und der Netzwerke. Wir sind selbst Screens geworden.“ Diese Erkenntnis bringt in der Folge eine Welt zunehmender Gegensätze und Polarität mit sich.

Die Künstler und die ausgestellten Werke beschäftigen sich mit Codes, Zeichen und Symbolen, Mythen und Ritualen, dem Magischen und Transzendenz, verschlüsselter Information, sowie einer neuen Auffassung von Materialität; der Materialität des Internets, der Montage, des Anonymen und der Entfremdung, des „Nicht-mehr Permanenten“.

Dreaming Mirrors Dreaming Screens hinterfragt und thematisiert das Erforschen fremder Identität und eigener Selbstbilder im „Screen" als Übergänge zu anderen Orten; Orte des Transits und des Flüchtigen, Räume der Kontemplation, des sich Verlierens und des in Betrachtung versunkenen Verweilens; Räume ständiger Veränderung bis hin zum vollständigen Verschwinden; bis hin zum Surrealen, Traumzuständen und Erfahrungen tiefen Schlafs.Träumen findet in Tiefschlafphasen statt. Aktuelle Erkenntnisse der Schlafforschung schlagen vor, dass acht Stunden Schlaf das beste Mittel sind, um den Organismus sowie den Körper angemessen zu versorgen. Das Spüren von Körperlichkeit und dem eigenen Körper wird somit zum Spüren eines „authentischen Selbst“.

Was passiert mit unserem Verständnis von Zugehörigkeit, unseren sozialen Beziehungen und unserer eigenen Selbstwahrnehmung, wenn unsere Intuition und unsere Körper zunehmend mit Technologie in Beziehung treten und dadurch so verändert werden, dass natürliche Erfahrungen zunehmend seltener werden? Was spüren wir im „Screen" und wie fühlt sich das an?

Text von Johannes Fricke Waldthausen


„Die Geschichte der Evolution entfaltet sich auf immer höheren Niveaus der Abstraktion.“
Raymond Kurzweil: Das Geheimnis des menschlichen Denkens (2014)

„Ist dies der Ort, an dem sie Dich real machen?“
Zitat aus: A-I (2001), unter der Regie von Steven Spielberg

„Der Geist träumte. Die Welt war sein Traum.“
Jorge Luis Borges: The Infinite Library, Labyrinth (1941)

„Wahrheit ist eine Art absoluter Realität, falls man so sagen kann: Surrealität.“
André Breton, Manifesto of Surrealism (1924)

Sprüth Magers Berlin präsentiert zeitgleich eine Einzelausstellung von David Lamelas.

Für weitere Informationen und Presseanfragen kontaktieren Sie bitte Silvia Baltschun (sb@spruethmagers.com).

Ausstellungseröffnung: 28.01.2016, 18 – 21 Uhr
Öffnungszeiten der Galerie: Dienstag – Samstag, 11 – 18 Uhr